Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) sprach von einem wichtigen Schritt, Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) vom "Tag der Superlative".

Rund 150 Wissenschaftler und Ärzte sollen künftig die gewebeschonende Protonentherapie weiter entwickeln und deren Anwendung bei einzelnen Tumorarten prüfen. Im Unterschied zu Röntgenstrahlen wird zerstört die Protonentherapie kein gesundes Gewebe, da die winzigen Teilchen ihre Wirkung erst im Krebsgeschwür entfalten.

Parallel zur Forschung sollen Mitte 2014 die ersten Krebspatienten behandelt werden. Wanka lobte Sachsens Engagement für die Forschung und OncoRay als Vorzeigebeispiel für die strategische Partnerschaft von Wissenschaft und Wirtschaft. Der Bund förderte das Institut bisher mit 19,4 Millionen Euro. Sachsen investierte 30 Millionen Euro in die Einrichtung und das Großgerät, das Protonen mit Hilfe von Laserstrahlen auf eine Geschwindigkeit von 180 000 Meter pro Sekunde beschleunigt. Der riesige Druck, der die Protonen antreibt, entsteht, wenn Licht auf kleinste Flächen trifft. "Wir leisten uns das, weil wir davon überzeugt sind, dass es den Menschen einen Nutzen bringt", sagte Tillich.