Die Sammlungen umfassen mehr als 30 000 Objekte und 430 Regalmeter Archivmaterial.

Dazu gehören Fotos, Dokumente, Zeichnungen, Mobiliar, Häftlingskleidung sowie selbst gefertigte Gebrauchsgegenstände aus den Lagern. Bisher waren die Sammlungen auf dem Gelände des früheren NS-Konzentrationslagers auf beengtem Raum in einem ehemaligen Kino untergebracht.

Bevor die Stiftung gegründet wurde, waren die Objekte den Angaben zufolge bis zum Jahr 1993 im Keller der ehemaligen Häftlingsküche "dem Verfall preisgegeben."

Kulturministerin Sabine Kunst (SPD) sagte: "Sachsenhausen zeigt, was die nationalsozialistische Terrorherrschaft und die sowjetische Besatzungsmacht Menschen zugefügt haben." Die ehemaligen Lager seien ein wichtiger Erinnerungs- und Informationsort, um die Geschichte für junge Menschen und zukünftige Generationen wachzuhalten. 2014 besuchten mehr als 600 000 Menschen die Gedenkstätte.

Als Depot und Archiv soll ein altes Gebäude bis 2017 umgebaut werden. Dafür wird der sogenannte Mittelbau II saniert. Darin befanden sich Werkstätten, in denen KZ-Häftlinge Zwangsarbeit leisten mussten. Die Kosten für den Umbau liegen laut Stiftung bei rund 2,5 Millionen Euro.

Im Konzentrationslager Sachsenhausen waren mehr als 200 000 Menschen aus ganz Europa interniert, Zehntausende starben. Die genaue Zahl lässt sich nach Angaben der Stiftung nicht mehr ermitteln. Im Totenbuch sind die Namen von 22 000 Opfern verzeichnet.

1945 wurde in Sachsenhausen ein sogenanntes sowjetisches Speziallager errichtet. Dort wurden bis zur Auflösung 1950 mehr als 60 000 Menschen inhaftiert, mindestens 12 000 starben an Hunger und Krankheit.

In die Lager des sowjetischen Geheimdienstes in der DDR kamen meist Nazifunktionäre, aber auch Menschen, die willkürlich nach Denunziationen verhaftet worden waren.