In den nächsten zwei Jahren soll knapp eine Million Euro in die Sicherung des 1230 erstmals erwähnten, mittelalterlichen Zisterzienserinnen-Klosters fließen, das zu den bedeutendsten Baudenkmälern Ostbrandenburgs zählt.

Das Refektorium und der nur noch teilweise erhaltene Kreuzgang sind die einzigen Klosterteile, die noch eine vollständige Originaldecke haben, wie Lokal-Historiker Alfred Effert sagt. Andere Gebäudeteile sind nach oben offen. Die Anlage war auch Rittergut und wurde zeitweise als Brauerei, Brennerei und Pferdestall genutzt und jeweils umgebaut. "Gewohnt hat hier seit den Zisterzienserinnen niemand."

Den Zweiten Weltkrieg hat das Gebäude zwar unbeschadet überstanden, aber es blieb sich selbst überlassen. "Anfang der 1960er-Jahre fiel das Dach ein. Der Giebel stand noch zehn Jahre länger", erinnert sich Effert. Mitte der 1980er-Jahre hätten Einwohner des 200-Seelen-Ortes mit dem Entrümpeln der Klosterruine begonnen.

Ein Teil der Anlage wurde überdacht. "Zu DDR-Zeiten wurden ausrangierte Telegrafenmasten verwendet, die halten heute noch", sagt Effert. Der Rest des Schutzdaches kam 1995 dazu. Die verwendeten Stützbalken sind inzwischen morsch. Deswegen soll in den nächsten zwei Jahren eine neue Konstruktion aus Stahl errichtet und direkt auf die Krone der alten Klostermauern gesetzt werden.

Damit sind wohl auch die Konzerte gesichert, die seit sieben Jahren im Spätsommer in den halb verfallenen Gemäuern stattfinden. "Mit dem Choriner Musiksommer können wir uns nicht vergleichen, weil wir gerade mal 100 Zuhörer ins Refektorium bekommen", sagt Hans-Hermann Kain vom ehrenamtlichen Kulturförderverein Kloster Altfriedland und fügt mit hörbarem Stolz hinzu: "Wir sind klein, aber fein". Gespielt wird mittelalterliche Musik auf historischen Instrumenten, Werke der Klassik oder der Renaissance.