Von seiner Quelle verläuft der Weiße Schöps in überwiegend nordwestlicher Richtung. Er durchfließt das Schöpstal und die Gemeinden Horka und Hähnichen, bevor er durch Rietschen fließt und zwischen Kringelsdorf und Boxberg in den Schwarzen Schöps mündet.

Doch sein altes Flussbett hat der Weiße Schöps schon lange nicht mehr. Dort, wo sich der Fluss einst entlang schlängelte, befindet sich heute der Tagebau Reichwalde. Für den Kohleabbau machte der Fluss Platz und „wanderte“ von 1977 bis 1991 in den Norden. Der natürliche Flussverlauf wurde zwischen Schadendorf und Rietschen unterbrochen und abschnittsweise ein künstlicher Flusslauf entlang der nördlichen Grenze des Abbaufeldes Reichwalde-Süd hergestellt.

Nun bekommt der Fluss zum zweiten Mal ein neues Bett gemacht – südlich des Altlaufes in der Gemarkung Rietschen. Auf einer Strecke von rund fünf Kilometern erhält der Fluss ein neues Bett, das das Gewässer südlich um das gesamte Abbaufeld herumführt. Auf der Umbaustrecke anliegende Fließgewässer wie die Raklitza und der Schwarze Schöps sollen ebenfalls ertüchtigt werden. Das Flussprofil selbst wird natürlichen Flussläufen so weit wie möglich nachgebildet. Dazu gehören unter anderem ein mäandrierender Verlauf und unregelmäßige punktuelle Gewässeraufweitungen.