Nach dem langen Winter habe ein "goldener Herbst" erfreuliche Zuwächse gebracht. Allerdings seien die Einbußen zum Jahresanfang nicht vollständig aufgefangen worden. "Deshalb soll in diesem Jahr das Ziel von neun Millionen Übernachtungen erreicht werden", kündigte der Minister an. Die bisherigen Investitionen in den Tourismusbereich zahlen sich nach seiner Einschätzung jetzt zunehmend aus.
Beliebteste Urlaubsregionen waren der Fläming mit 432 000 Gästen, der Spreewald mit 393 000 und das Ruppiner Land mit 359 000 Besuchern. Das Ruppiner Land und der Fläming meldeten über eine Million Übernachtungen. "Der Spreewald und das Oder-Spree-Seengebiet könnten diese Marke jetzt auch überspringen", meinte Junghanns. Beim Städtetourismus boomt die Landeshauptstadt. Es habe ein Plus von 9,2 Prozent auf 357 000 Besucher gegeben, bei den Übernachtungen einen Zuwachs von zehn Prozent auf 816 000. "Potsdam etabliert sich auch als Ausgangspunkt für Fahrten in die Mark", meinte Junghanns. Erfreulich sei das Plus von 14,8 Prozent bei den internationalen Gästen.
Brandenburg profitiere auch vom Boom der Billig-Airlines, die in Schönefeld ein Drehkreuz haben. Die verbesserten Flugverbindungen haben auch positive Auswirkungen auf den Bereich Kongresse und Tagungen, sagte der Geschäftsführer der Tourismus-Marketing GmbH (TMB), Dieter Hütte. Die Fußballweltmeisterschaft habe ähnlich wie in anderen Ländern keine zusätzlichen Impulse gebracht. "Wir erwarten durch das international verbesserte Image Deutschlands längerfristig aber positive Wirkungen", sagte Junghanns.
Im Bereich Tourismus beziehen laut Ministerium rund 125 000 Menschen ein Einkommen, es gibt rund 50 000 Vollzeitbeschäftigte. Der Branchenumsatz betrage 3,4 Milliarden Euro. Über 1400 Betriebe (über neun Betten) bieten insgesamt 78 000 Betten an. (dpa/ab)