Die Behörde prüft einen solchen Schritt. Ein staatliches Geschworenengericht in Sanford (Florida) hatte Zimmerman in der Nacht zum Sonntag vom Vorwurf des Mordes und Totschlags freigesprochen. Der 29-Jährige hatte sich auf Notwehr berufen. Zu spontanen Protestmärschen kam es unter anderem in Los Angeles, Oakland, San Francisco, Boston und New York. Die meisten Demonstrationen verliefen friedlich. In Los Angeles und New York gab es jedoch mehrere Festnahmen, nachdem Demonstranten Steine auf Polizisten und Gebäude geworfen hatten. In der kalifornischen Metropole wurde der Verkehr auf einer wichtigen Autobahn vorübergehend durch protestierende Jugendliche blockiert.

US-Präsident Barack Obama hatte zuvor zu Ruhe und Besonnenheit aufgerufen. Er nannte den Tod des 17-jährigen Martin eine nationale Tragödie. Zugleich warb er für schärfere Waffengesetze, die er bisher im Kongress nicht durchsetzen konnte. Der New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg, ein Verfechter strikterer Waffenregeln, argumentierte gegen weitreichende Selbstverteidigungsgesetze, wie sie in Florida gelten: Diese könnten zu "gefährlicher Selbstjustiz führen und diejenigen schützen, die leichtfertig mit Waffen hantieren", hieß es laut Medienberichten. In Florida dürfen sich Bürger, die sich von einem Gewaltverbrechen bedroht sehen, mit allen Mitteln wehren - bis hin zur Tötung des mutmaßlichen Angreifers.