Die Fahrpreise für Busse und Bahnen sollen in Berlin und Brandenburg zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres deutlich steigen. Zum 1. Juli soll der Einzelfahrschein für das Berliner Tarifgebiet AB 2,60 statt bisher 2,40 Euro kosten und für das Tarifgebiet ABC 3,20 statt 3,10 Euro. Für das Kurzstreckenticket ist ein Preis von 1,50 statt 1,40 Euro vorgesehen. Auch Tages- und Monatskarten sollen teilweise teurer werden. Das sieht eine Empfehlung der Verkehrsunternehmen im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) vor, über die mehrere Medien am Freitag berichteten. Die endgültige Entscheidung liegt beim VBB-Aufsichtsrat, in dem die Länder und Kommunen vertreten sind. Als Gründe gelten die steigenden Personal- und Energiekosten.

Berlins Regierender Bürgermeister Wowereit (SPD) äußerte Verständnis für eine mögliche Erhöhung der Fahrpreise. Er verwies auf steigende Kosten bei den Unternehmen. Zuletzt waren die Fahrpreise im VBB zum 1. August 2012 um durchschnittlich 2,8 Prozent angehoben worden.

Laut Medien-Informationen wollen aber - anders als Berlin - Brandenburgs kreisfreie Städte auf eine Preisanhebung bei den Einzelfahrscheinen verzichten. Auch bei den Tageskarten würden Cottbus, Potsdam, Frankfurt (Oder) und Brandenburg beim bisherigen Tarif bleiben.

Der Präsident des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen, Jürgen Fenske, warnte indes vor weiteren Preiserhöhungen, wenn die Firmen künftig die Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz zahlen müssten.