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| 02:42 Uhr

Neuer NSU-Ausschuss will sich auch gegen rechten Hass richten

Berlin. Zwei Jahre nach dem ersten NSU-Untersuchungsausschuss will sich der Bundestag mit einer Neuauflage nun offenen Fragen rund um die Mordserie des rechtsterroristischen "Nationalsozialistischen Untergrunds" widmen. Der Bundestag werde den Ausschuss wohl im November einsetzen, sagte der CDU-Abgeordnete Clemens Binninger am Freitag in Berlin, die erste Sitzung solle im Dezember stattfinden. dpa/roe

Dem NSU werden zwischen den Jahren 2000 und 2007 zehn Morde zur Last gelegt, an neun Männern aus Zuwandererfamilien und einer Polizistin. Die Sicherheitsbehörden waren der Bande jahrelang nicht auf die Spur gekommen.

Der neue NSU-Untersuchungsausschuss will sich auch gegen eine künftige weitere Ausbreitung radikalen rechten Hasses richten. Die Frage, wie Rechtsterrorismus entstehe, sei hochaktuell, sagte die Linke-Politikerin Petra Pau bei der Vorstellung der Ziele. Pau nannte ausdrücklich die islamfeindliche Pegida-Bewegung in Dresden. "Ich verstehe unsere Arbeit auch als Vorsorge, damit es nicht wieder geschieht." Auch für die SPD-Abgeordnete Eva Högl ist die Frage der Parallelen zu heute zentral. Binninger, der den Ausschuss vorbereitet hatte, sagte: "Es ist nicht gut, wenn wir bei dieser Verbrechensserie offene Fragen mit uns schleppen und vielleicht nach 15 Jahren immer noch darüber reden."