Der neue Eigentümer des Filmparks Babelsberg beabsichtigt, binnen eines Jahres Gewinn zu erwirtschaften. "Ich will 2004 schwarze Zahlen schreiben", sagte gestern Friedhelm Schatz, der den Filmpark vom französischen Vivendi-Konzern übernommen hat. Mittelfristig sei das Ziel, die Besucherzahl um rund 20 Prozent auf über 500 000 zu steigern. Mit neuen Attraktionen, einer engeren Zusammenarbeit mit dem Tourismus-Marketing in Brandenburg und Berlin sowie Hotels sollen mehr Besucher als bisher gelockt werden.
Über Neuerungen will sich Schatz erst nach der Übernahme des Parks Gedanken machen. Sie ist für morgen vorgesehen. Es sei aber sicher, dass der Themenpark nicht mit Achterbahn und Karussells aufwarten werde.
Der Filmpark lebe von den Künsten der Film- und Fernsehmacher sowie "Stars und Sternchen". Am Sonnabend startet der Filmpark in die neue Saison.
Brandenburgs Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns (CDU) begrüßte den Eigentümerwechsel als zukunftsweisenden Schritt für den Filmpark. Über eine Unterstützung durch das Land sei noch nicht gesprochen worden. "Vor einer Entscheidung für eine Förderung müssen erst Ideen präsentiert werden", sagte Junghanns. Thierry Potok, Geschäftsführer von Vivendi Deutschland, nannte den Verkauf an die Schatz Entertainment GmbH & Co. Filmpark Babelsberg KG eine gute Lösung für den Standort.
Vivendi habe aus veränderten strategischen Überlegungen seit einigen Jahren nicht mehr in den Filmpark investiert. Für das Unternehmen sowie die Mitarbeiter sei der Eigentümerwechsel daher die beste Lösung.
Schatz, der früher Geschäftsführer der Studio-Tours war und jetzt das Krongut Bornstedt in Potsdam betreibt, ist nach eigenen Angaben Alleineigentümer des Filmparks. Für die Ausweitung des Angebots werde mehr Fläche benötigt. Dazu liefen Gespräche mit der Landeshauptstadt. Potsdams Oberbürgermeister Jann Jacobs (SPD) gab sich optimistisch: "Ich bin guter Hoffnung, dass es dem neuen Betreiber gelingt, diese für Potsdam wichtige touristische Attraktion am Medienstandort zu erhalten und durch neue Angebote wieder Mehr Besucher anzulocken. (dpa/wie)