Noch vor dem Jahreswechsel kann die von vielen Skandalen geprägte Fifa-Ära Joseph Blatter zu Ende gehen. Bis dahin erwartet den Fußballweltverband allerdings eine turbulente Zeit mit Reformvorschlägen und personellen Spekulationen. Das Bewerbungsverfahren für die WM 2026 ist - angesichts der zuletzt bekannt gewordenen Korruptionsvorwürfe bei früheren WM-Vergaben - auf Eis gelegt. Vorrang hat die Nachfolgeregelung nach der Rücktrittsankündigung Blatters.

Bereits im Juli wird das Fifa-Exekutivkomitee zusammenkommen und über den Termin des außerordentlichen Kongresses beraten. Das ist im Sinne von DFB-Präsident Wolfgang Niersbach, der am Mittwoch mit einem Zehn-Punkte-Plan für eine Reform der Fifa in die Offensive ging. Laut des englischen Senders BBC soll der 16. Dezember eine mögliche Option für die Neuwahlen sein. Wer dann auf Blatter folgt, ist noch völlig offen.

18 Prozent der Deutschen wünschen sich Franz Beckenbauer als neuen Fifa-Präsidenten. Das ergab eine vom Magazin Stern in Auftrag gegebene Umfrage. Der Kaiser landete in dem Ranking deutlich vor Niersbach und Uefa-Chef Michel Platini.