Die Entscheidung der neuen CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer für Paul Ziemiak als Generalsekretär stößt in der Brandenburger CDU auf Kritik. „Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich mir einen Generalsekretär aus dem Osten gewünscht hätte“, sagte der Landesparteichef Ingo Senftleben unserer Zeitung.

Senftleben verwies unter anderem auf die 2019 bevorstehenden Landtagswahlen in mehreren ostdeutschen Bundesländern, „von denen für die CDU viel abhängt“. Er fügte hinzu: „Unsere neue Vorsitzende hat gestern angekündigt, dass sie sich ganz besonders um den Osten bemühen wird. Ich erwarte daher, dass sie und der neue Generalsekretär, Paul Ziemiak, uns mit allen Kräften unterstützen werden."

Der bisherige Chef der CDU-Nachwuchsorganisation Paul Ziemiak war am Samstagmorgen von Kramp-Karrenbauer als neuer Generalsekretär vorgeschlagen worden.

Er wurde anschließend vom Parteitag gewählt, erhielt aber mit knapp 63 Prozent ein schwaches Ergebnis. Nach dem Rückzug von Angela Merkel ist in der engsten Parteiführung – Vorsitzende, Generalsekretär und fünf Vize-Parteichefs – kein Ostdeutscher vertreten.

Leitartikel Kramp-Karrenbauer CDU-Vorsitzende Entscheidung der Vernunft

Hamburg

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