Dagegen hatte die Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Korruption, die eine Bewährungsstrafe gefordert hatte, Berufung eingelegt. Nun wird am Landgericht Cottbus neu verhandelt.
Die Staatsanwaltschaft wirft Gallasch Vorteilsnahme im Amt und Untreue vor. Kern der Vorwürfe: Der frühere Kommunalpolitiker soll 1997 von dem Bauunternehmer Uwe Clees aus Wülfrath in Nordrhein-Westfalen mit einem gebrauchten BMW und einem Satz Reifen bestochen worden sein.
Clees hatte in Brieske ein Grundstück aus kommunalem Besitz in Erbpacht erworben und mit Wohnhäusern bebaut. Ein dabei tätiger Subunternehmer aus Brieske war 1999 Strohmann für eine verdeckte 100 000-Euro-Spende von Clees für den Oberbürgermeister-Wahlkampf in Wuppertal (RUNDSCHAU berichtete).
Nach Durchsuchungen in Senftenberg und Brieske wurde Gallasch, damals Beigeordneter der Bergarbeiterstadt, suspendiert. Vier Wochen später wurde er wegen eines Formfehlers bei der Ernennung entlassen. (Eig. Ber./sim)