Der "irreguläre Krieg", wie die Autoren des von Verteidigungsminister Robert Gates gebilligten Papiers schreiben, werde zukünftig mehr Bedeutung haben als konventionelle Kriege. Die Streitkräfte müssen "die Folgen eines Konfliktes im Auge behalten, der langfristig, episodisch, multi-dimensional und an vielen Fronten geführt wird", heißt es in dem Entwurf, den die "Washington Post" veröffentlichte.
In diesem Kampf spiele der Ausbau der militärischen Kapazitäten der Partnerstaaten eine wichtige Rolle, hieß es ferner. Durch Zusammenarbeit sollten "die Zonen der Welt, die sich selbst überlassen sind, reduziert und so Schutzgebiete für Extremisten verhindert werden".
Kritiker fürchten, dass die neue Strategie auf Kosten der konventionellen Kampfkraft und weltweiten Überlegenheit der USA geht. Verteidigungsminister Gates stellte sich den Kritikern jedoch entgegen und forderte, die notwenigen Lehren aus den Kriegen im Irak und in Afghanistan zu ziehen.
"Der Einsatz von Gewalt spielt eine Rolle, aber militärische Anstrengungen, Terroristen zu fangen oder zu töten, werden voraussichtlich Maßnahmen untergeordnet, die örtliche Regierungsbeteiligung und Wirtschaftsprogramme fördern, genauso wie Bemühungen, die Missstände zu verstehen und zu bekämpfen, die oft an der Wurzel von Aufständen liegen", heißt es in dem neuen Strategieentwurf. Deshalb sei die wichtigste militärische Aufgabe im Kampf gegen den Extremismus auch nicht so sehr die eigene Kampfkraft, sondern die Unterstützung für die Partner der USA, damit diese selbst regieren und sich verteidigen könnten. (AFP/ta)