| 12:13 Uhr

Neue Studie: 327 Todesopfer an innerdeutscher Grenze

Ein Warnschild mit der Aufschrift „Schutzstreifen - Betreten und Befahren verboten“ steht am 27.10.2014 im Deutsch-Deutschen Museum in Mödlareuth (Bayern) vor einem Wachturm.
Ein Warnschild mit der Aufschrift „Schutzstreifen - Betreten und Befahren verboten“ steht am 27.10.2014 im Deutsch-Deutschen Museum in Mödlareuth (Bayern) vor einem Wachturm. FOTO: David-Wolfgang Ebener (dpa)
Berlin. An der einstigen deutsch-deutschen Grenze sind neuen Erkenntnissen zufolge insgesamt 327 Menschen aus Ost und West ums Leben gekommen. das geht aus einer neuen Studie hervor. dpa/bob

Nach rund fünfjährigen Recherchen stellte der Forschungsverbund SED-Staat der Freien Universität Berlin am Mittwoch seine Ergebnisse vor. Damit sei die Aufarbeitung der Todesfälle an der innerdeutschen Grenze zwischen 1949 und 1989 abgeschlossen, erklärten die Wissenschaftler. Das jüngste Opfer des DDR-Grenzregimes war sechs Monate alt, das älteste 81 Jahre. Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) sagte, die neuen Forschungsergebnisse seien ein wichtiger Beitrag, um den Opfern Namen und Gesicht wiederzugeben.