Das geht aus einem "Bericht zur Stärkung des Denkmalschutzes und Sicherung der Denkmalförderung" hervor, den das Ministerium auf Anforderung des Kulturausschusses des Brandenburger Landtags erstellt hat. Mit der Stiftung soll der Erhalt der mehr als 10 000 Baudenkmale des Landes langfristig gesichert werden.

"Ohne eine Förderung dringend benötigter Sicherungsmaßnahmen drohen viele bedeutende Denkmale insbesondere in Kleinstädten und Dörfern unwiderbringlich verloren zu gehen", heißt es in dem der RUNDSCHAU vorliegenden Bericht. Eine Denkmalstiftung könnte besonders dort zum Tragen kommen, wo Gebäude langfristig leer stehen, und deswegen keine Investitionen zu erwarten sind. Entsprechende Stiftungen gibt es bereits in Nordrhein-Westfalen oder Baden-Württemberg. Und auch in Sachsen fördere die Kulturstiftung des Freistaats die Sanierung historischer Baudenkmale.

Dem Bericht zufolge investiert das Land jährlich zweistellige Millionenbeträge in den Erhalt seiner historischen Bausubstanz. Nur für Investitionen in den Gebäudebestand erhielt etwa die "Stiftung Preußische Schlösser und Gärten" im Jahr 2012 rund 11,9 Millionen Euro aus Landesmitteln. Die "Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten" erhielt 2,7 Millionen für Bausanierungen, die Stiftung "Stift Neuzelle" soll bis 2015 elf Millionen Euro Landesmittel erhalten. Pro Jahr stelle das Ministerium ferner eine Million Euro zur Kofinanzierung des Bundesprogramms zur Sanierung "national bedeutender Denkmale" wie des Zisterzienserklosters in Mühlberg oder des ehemaligen Königlichen Eisenhütten- und Hammerwerks in Peitz zur Verfügung.

Daneben gab es in den vergangenen Jahren hohe Zuschüsse aus Mitteln der EU und des Bundes, die von der Landesregierung weitergereicht wurden. So standen für die Sanierung historischer Altstädte für die Zeit von 1991 bis 2016 insgesamt rund 816 Millionen Euro aus Bundes-, Landes- und kommunalen Mitteln zur Verfügung.

Der Vorsitzende des Landtagsausschusses, der Cottbuser Abgeordnete Jens Lipsdorf (FDP), begrüßte gegenüber der RUNDSCHAU die Ankündigung des Ministeriums. "Schon heute kommt die staatliche Denkmalpflege ohne die Hilfe von Ehrenamtlern und privaten Firmen nicht mehr aus", so Lipsdorf. Dies zeige beispielsweise die Anfang der Woche gestartete Aktion "Vergessene Kunstwerke" zur Sanierung des Altarrentabels der Dorfkirche von Laubst. Der Weg, private Spender an der Finanzierung des Erhalts von Baudenkmalen zu beteiligen, sei völlig richtig. "Wir brauchen eine zweite Schiene der Finanzierung, um perspektivisch die Denkmalpflege von den Nöten des Haushalts zu trennen ."