Nach 151 Jahren ist die Seepyramide aus der Form geraten. Im Verlauf der Jahrzehnte hat sie gar einen Meter Höhe eingebüßt, erklärt Parkleiter Claudius Wecke. Das wird nun gerichtet. In wenigen Tagen beginnen die Bauarbeiten am wichtigsten Wahrzeichen des Branitzer Parks. 1,6 Million Euro kostet die Rundumerneuerung. 15 Prozent übernimmt die Stadt Cottbus, der Rest ist Fördergeld der Europäischen Union.

Oberbürgermeister Frank Szymanski (SPD) betont: "Nach der Sanierung zeigt sich die Pyramide wieder so wie zur Pücklerzeit. Das hat kein Lebender bisher gesehen." Vielleicht könnte das ein wichtiger Aspekt für die Bewerbung um das Unesco-Weltkulturerbe werden. Um diesen Status bemüht sich die Stiftung Park und Schloss Branitz bereits seit einigen Jahren.

Zur Sanierung gehört auch das Umfeld der Seepyramide. Das umliegende Gewässer ist bereits vor drei Jahren entschlammt worden. Nun folgen die Ufer und Inseln des Sees. Sie werden ebenfalls ihre historische Form und Bepflanzung zurückerhalten. "Damit erhält der Tumulus seine Geltung wieder. Derzeit überragt die Vegetation im Umfeld die Pyramide. Das war eigentlich nie so geplant", erklärt der Parkleiter.

Damit nicht genug: Der große Uferweg zwischen Parkeingang am Tierpark und der Ägyptischen Treppe wird ebenfalls erneuert. Außerdem bekommt die Schlossgärtnerei eine neue Anlegestelle. Von dort startet die Pückler-Gondel, die die Besucher über die Branitzer Gewässer schippert.

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