Bereits am Mittwoch wollten beide Seiten formell Gespräche über die bislang ungelösten Endstatus-Fragen aufnehmen, bei denen es um einen künftigen Palästinenserstaat gehen solle, sagte der palästinensische Unterhändler Jasser Abed Rabbo am Montag in Washington.

Zu den besonders umstrittenen Endstatus-Fragen zählen die künftigen Grenzen eines Palästinenserstaats, der Status von Jerusalem sowie das Rückkehrrecht für palästinensische Flüchtlinge.

Seit den gescheiterten Friedensverhandlungen von Camp David im Jahr 2000 lag der Nahost-Friedensprozess offiziell auf Eis. In der Folge brach in den Palästinenser-Gebieten die zweite Intifada aus.Rabbo kündigte außerdem an, dass noch im Laufe des Montags der Entwurf einer gemeinsamen israelisch-palästinensischen Erklärung vorgelegt werden solle. Darin solle der Rahmen für die künftigen Friedensverhandlungen abgesteckt werden.

Ein israelischer Regierungssprecher sagte in Washington, bei den Verhandlungen über die gemeinsame Erklärung seien „bedeutende Fortschritte“ gemacht worden.

Am Dienstag sollen auf Einladung der USA Vertreter von mehr als 50 Staaten und Organisationen in Annapolis im US-Bundesstaat Maryland zusammenkommen, um über einen Neustart des Friedensprozesses in Nahost zu beraten.