Nach Schätzungen der griechischen Finanzpresse muss der Staat damit pro Jahr etwa 1,5 Milliarden Euro mehr aufbringen. Ende Juni droht Griechenland die Staatspleite, wenn bis dahin keine Übereinkunft über die Auszahlung von Hilfsgeldern in Höhe von 7,2 Milliarden Euro erzielt wird. Bundeskanzlerin Angela Merkel forderte Griechenland auf, jetzt "mit Hochdruck" an einer Einigung mit den internationalen Geldgebern zu arbeiten. Aus Protest gegen weitere Sparpläne der Regierung Tsipras besetzten rund 200 Mitglieder der Gewerkschaft Pame am Donnerstag das Finanzministerium in Athen. Genau zwei Jahre nach seiner Schließung ging der griechische Staatssender ERT wieder auf Sendung. Tsipras erfüllte damit ein Wahlversprechen.