Er bedauerte den für Ende des Jahres angekündigten Austritt von Dresden und Magdeburg aus dem Verbund. "Die Tür ist aber weiter offen, auch für die Mitarbeit an einzelnen Projekten, mit denen wir die Entwicklung in der Region weiter befördern werden", sagte Schröter.

Derzeit gehören dem Verbund neun Städte in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen an. Schröter war einer von mehreren Vertretern der Mitglieder, die am Montag dem Innenausschuss des Sächsischen Landtags Rede und Antwort zur Zukunft der Metropolregion standen.

"Wir sind dabei, uns neu aufzustellen", sagte er. Neben der Kooperation mit der in Leipzig ansässigen Wirtschaftsinitiative Mitteldeutschland - sie gilt als größter branchenübergreifender Wirtschaftsförderverein in Ostdeutschland - wolle sich der Verbund auch Landkreisen öffnen. Der angekündigte Austritt von Dresden und Magdeburg sei eine unglückselige Entwicklung, bedauerte der Geschäftsführer der Wirtschaftsinitiative, Jörn-Heinrich Tobaben. "Sachsen ist der kritische Partner in dieser Zusammenarbeit."

"Wenn man etwa an die Fördertöpfe der EU will, müssen sich Regionen zusammenschließen", war ein Argument von Tobaben für den Fortbestand der Metropolregion. "Im internationalen Wettbewerb ist schlicht die Größe mitentscheidend", sagte der Geschäftsführer der Metropolregion Hamburg, Jakob Richter. Für Dresden malte er ein düsteres Bild: "Dresden ist für den internationalen Wettbewerb allein zu klein. Wenn das für Hamburg gilt, dann erst recht für Dresden."