Ähnlich wie bei der "Ice Bucket Challenge" kann man Kandidaten aufrufen, sich zu engagieren. Hinter der Idee stecke, dass der normale Mensch so wie sie Flüchtlinge einfach willkommen heiße, sagte Wiener. Ihr geht es demnach um das Miteinander. Sie findet: "Kein Mensch ist illegal."

Wiener brachte einer Flüchtlingsunterkunft in Tempelhof Bio-Gemüsesuppe mit Brot. Die Fernsehköchin machte bei der Willkommens-Aktion mit, nachdem sie der Filmproduzent Michael Simon de Normier ("Der Vorleser") nominiert hatte. Er gehört wie Wieners Restaurantleiter Christian Hamerle zu den Leuten, die im Internet die "Challenge" (Herausforderung) gestartet haben.

Was die Resonanz angeht, sieht die Köchin die Aktion "extrem nüchtern", nicht als Medien-Hype, sondern als politisches Statement. Und selbst falls sich Teilnehmer aus Eitelkeit engagierten: "Am Ende zählt die Tat."

Wiener nominierte den Berliner Justizsenator Thomas Heilmann (CDU), Berlinale-Chef Dieter Kosslick und ihren Kollegen Tim Mälzer, bei der "Welcome Challenge" mitzumachen. Mälzer bekam einen kleinen Seitenhieb: "Der soll mal zeigen, dass er kochen kann."

Im Sommer 2014 hatten sich die Teilnehmer bei der "Ice Bucket Challenge" Eiswasser über den Kopf geschüttet, um auf die seltene Nervenkrankheit ALS aufmerksam zu machen und Spenden zu sammeln. Die "Welcome Challenge" funktioniert ähnlich. Man soll Flüchtlingen durch Sachspenden, Zeitspenden oder "vor allem durch einfache Willkommens-Gesten" helfen, heißt es auf der Facebook-Seite.

Die Aktion soll fotografiert werden - aber nicht als Selfie. Dann wird das Bild im Netz mit "#WelcomeChallenge" in den sozialen Netzwerken geteilt. Die dazu aufgerufenen Freunde sollen dann ebenfalls mitmachen.