Wi e Wissenschaftsministerin Sabine Kunst (parteilos) vor Journalisten erklärte, sollen die Fakultäten, Einrichtungen und Studiengänge der bisherigen BTU sowie der Hochschule Lausitz (FH) mit diesem Datum auf die neue Hochschule übergehen. Alle Studierenden seien dann an der neuen Universität eingeschrieben, so Kunst. "Jeder Studierende hat einen Rechtsanspruch darauf, sein Studium zu Ende zu führen."

Auch die Verwaltungen der beiden bisherigen Hochschulen werden zu diesem Zeitpunkt zusammengeführt und das Personal übernommen. "Mit der Zustimmung zum Gesetzesentwurf haben wir eine wichtige Entscheidung für die Wissenschaftslandschaft in der Lausitz auf den Weg gebracht", sagte Kunst. "Die Hochschullandschaft soll so organisiert werden, dass sie auch in zehn oder zwanzig Jahren noch attraktiv ist."

An der neuen Universität sollen unter anderem ein "College" zur Anwerbung von Studierenden aus der Region sowie zur Unterstützung von Studienanfängern, eine "Undergraduate School" zur Förderung von Interdisziplinarität und Internationalität der Studiengänge und eine "Professional School" für die berufliche Weiterbildung von Absolventen sowie deren Vermittlung in die Lausitzer Wirtschaft entstehen. Mit einer "Graduate Research School" soll die Forschungsleistung der neuen Universität gestärkt werden. "Wir wollen dort ein Zentrum exzellenter Spitzenforschung schaffen", so Kunst. Die neue Universität solle ferner eine zügige Aufnahme in die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) anstreben .

Unterzeichnet wurde am Montag auch ein Tarifvertrag, der den Mitarbeitern beider bisheriger Hochschulen eine Weiterbeschäftigung zu den bisherigen Konditionen garantiert. Auf Kritik stieß die Entscheidung des Kabinetts dagegen bei der Volksinitiative Lausitzer Hochschulen sowie der Opposition: Der designierte Landesvorsitzende der CDU, Michael Schierack, erklärte, die Landesregierung schaffe Fakten, bevor Bürger und Betroffene im zuständigen Landtagsausschuss ihr Anliegen präsentieren konnten.

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