Im Landkreis Leipzig etwa läuft ein Wettbewerb, bei dem Bürger ihre Vorschläge einsenden können. In anderen Kreisen heißt es, ein neues Wappen habe nicht die höchste Priorität. Ohne Wappen geht es laut Frank Stengel, Sprecher des Landkreises Leipzig, aber nicht. Das sei gesetzlich geregelt.
Der Landkreis Görlitz nutze für eine Übergangszeit das Wappen des Freistaates oder greife auf die Farben gelb-blau des früheren Landkreises Löbau-Zittau zurück, sagte Sprecherin Marina Michel. Ein neues Wappen solle aber möglichst bald gefunden werden. "Das ist auch dazu da, dass man den Landkreis grafisch darstellen kann, etwa auf Briefköpfen", sagte Michel. Der Kreistag werde sich - genau wie im Erzgebirgskreis oder voraussichtlich im Kreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge - auf seiner nächsten Sitzung damit beschäftigen.
Der Landkreis Mittelsachsen will möglichst bis zum Ende des Jahres einen Entwurf vorliegen haben, der dann noch von der Rechtsaufsicht genehmigt werden muss. "Wir haben Kontakt mit der Heraldischen Gesellschaft in Leipzig aufgenommen", sagte Sprecherin Anett Schrenk. Die Experten sollen Ratschläge geben, wie die Gemeinsamkeiten von Döbeln, Freiberg und Mittweida in einem Wappen hervorgehoben werden könnten - ohne regionale Besonderheiten zu vernachlässigen.
Der Landkreis Zwickau hat sich zunächst für ein Design in Form einer Knospe entschieden, das bei der Präsentation nach außen genutzt soll. Die Entscheidung über ein mögliches Wappen soll dem neuen Kreistag vorbehalten sein. Sprecherin Ilona Schilk rechnet aber nicht damit, dass es noch in diesem Jahr gefunden wird. Auch der Landkreis Meißen will sich Zeit lassen. "Das sollte man nicht übers Knie brechen. Die Bevölkerung muss sich damit identifizieren", sagte Sprecherin Kerstin Thöns.
Im Landkreis Leipzig läuft die "Wappenausschreibung" noch bis Ende Oktober. Vorgaben sind nach Angaben des Landkreis-Sprechers Frank Stengel keine gemacht worden. Für die Siegerentwürfe, über die eine Jury entscheidet, gebe es Prämien im Wert von 1000 Euro. (dpa/bw)