Sie ermöglicht weiterhin den Abschuss von Kormoranen an bewirtschafteten Teichanlagen und an Binnengewässern auch außerhalb der Brutzeit. Fischbestände sollen damit vor größeren Verlusten durch die Vögel geschützt werden. Die Verordnung sichert dem Umweltministerium aber die Möglichkeit, im Fall von unvorhersehbaren Rückgängen der Kormoran-Brutbestände den Abschuss der Vögel an bestimmten Gewässern untersagen zu können.

Aus Sicht der Grünen Liga Brandenburg verstößt die Verordnung gegen den Artenschutz. Die Tötung des Kormorans als rechtlich geschützte Art sei unzulässig, wird am Montag in einer Mitteilung betont. Ausnahmen könne es geben, aber nur wenn alle anderen Mittel erfolglos gewesen seien.

An Brandenburgs Gewässern leben etwa 1800 Kormoranpaare. Nur Fischer mit Jagdschein und bestimmte Jäger dürfen die Vögel abschießen, jedes Jahr sind das mehrere Hundert Tiere.