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| 02:33 Uhr

Neue Kohle-Studie sorgt für Ärger

Cottbus/Dresden. Ein Gutachten der, das die Grünen-Bundestagsfraktion in Auftrag gegeben hat, sorgt bei den Industrie- und Handelskammern in Cottbus und Dresden für Ärger. Eine von dem Beratungsunternehmen Arepo Consult vorgelegte Kurzstudie kommt im Kern zu der Einschätzung, "dass die Bedeutung der Braunkohle insgesamt tendenziell überschätzt wird". Christian Taubert

Für die Lausitz treffe das nicht zu, zeigt sich der Hauptgeschäftsführer der IHK Cottbus Wolfgang Krüger verständnislos, zu welchen Ergebnissen die Agentur kommt, "die nie mit uns gesprochen hat". Nach Angaben der Cottbuser Kammer machen Bergbau und Energieversorgung 13 Prozent der Bruttowertschöpfung in Südbrandenburg und ein Drittel der gesamten Bruttowertschöpfung des produzierenden Gewerbes aus.

Hinzu komme, so Krüger, dass es sich bei den unmittelbar und mittelbar Beschäftigten zu einem großen Teil um gut bezahlte Industriearbeitsplätze handele. Auf die daraus resultierende Kaufkraft seien alle anderen Branchen der Region angewiesen. Von einem abrupten Kohleausstieg wäre die Lausitz daher besonders betroffen. Der IHK-Manager rügt die Grünen zudem dafür, dass diese ihr Kohleausstiegsdatum - jetzt 2025 - immer wieder ändern. "Das ist politisch unseriös", sagt Krüger. Zudem würden die sozialen Folgen vor dem Hintergrund der Klimaschutzpolitik ausgeblendet.

Der Dresdner IHK-Sprecher Lars Fiehler hält Über- oder Unterschätzen "nicht für die richtigen Maßstäbe bei der Bewertung der Bedeutung der Braunkohle". Es gelte den Energieträger für die bundesweite Stromversorgung zu bewerten sowie als regionalen Wirtschaftsfaktor.

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