Die Waffenruhe wird sowohl für den Gazastreifen als auch das israelische Grenzgebiet gelten. Während die Hamas der von Ägypten vermittelten Vereinbarung bereits zugestimmt hat, wird die Antwort Israels erst zum Wochenbeginn erwartet. Nach israelischen Medienberichten vom Freitag sind einige Details wie beispielsweise zum Waffenschmuggel in den Gazastreifen noch nicht geklärt.Die Tageszeitung "Jediot Achronot" veröffentlichte am Freitag Eckpunkte der von Ägypten vermittelten Vereinbarung. Danach muss die Hamas unter anderem sicherstellen, dass Israel weder mit Raketen noch mit Mörsergranaten angegriffen wird. Als Verstoß gelten außerdem das Legen von Bomben am Grenzzaun sowie Terroranschläge in Israel.Israel behält sich den Angaben der Zeitung zufolge das Recht vor, mit militärischer Gewalt auf eine Verletzung der Waffenruhe zu reagieren. Zugleich will Israel seine Blockade des Gazastreifens lockern und 80 Prozent des früheren Warenverkehrs in den Gazastreifen passieren lassen.In einer in der Nacht zum Freitag in Gaza-Stadt verbreiteten Erklärung des Hamas-Sprechers Taher al-Nuno hieß es, ein klares Abkommen zur Waffenruhe werde binnen drei Tagen erwartet. Der israelische Unterhändler Amos Gilad wird nach Medienberichten Anfang kommender Woche in Kairo erwartet. Nach Angaben der "Jediot Achronot" hat Israel eine Hauptforderung nicht durchsetzen können. Danach soll erst in einer zweiten Phase ein Gefangenenaustausch erfolgen. dpa/uf www.lr-online.de/nahost