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Neue Chance für kranke Herzen

Cottbus. Um eine neue Operationsmethode geht es heute im ersten Teil der neuen RUNDSCHAU-Serie "Der besondere Fall". Dabei erzählen wir jede Woche über außergewöhnliche Fälle und bemerkenswerte neue Behandlungsmethoden in Lausitzer Kliniken. Ida Kretzschmar

Fachmediziner erklären, wie sie zu einer Diagnose gekommen sind und wie es den Patienten geht.

Ungewöhnliche Krankheiten oder Symptome, berührende Schicksale sowie neue medizinische Verfahren und Therapien, mit denen Kliniken der Region intensiv um Leben und Gesundheit der Patienten ringen, werden dabei eine Rolle spielen.

Im ersten Teil geht es um Herzpatienten mit einer anatomisch ungewöhnlich großen Hauptschlagader. Wenn sie eine neue Herzklappe brauchen, mussten die Mediziner bisher oft passen.

Ganz neu im OP-Programm des Sana-Herzzentrums ist daher jetzt die Implantation der weltweit größten Herzklappe. Für manche Patienten ist das die einzige Überlebenschance. In der Cottbuser Klinik werden jährlich mehr als 4000 Patienten betreut und 1300-mal am offenen Herzen operiert, sagt der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Dirk Fritzsche.

In ganz Deutschland ist die Zahl der Klinikaufenthalte aufgrund von Herzleiden in den vergangenen Jahren gestiegen. 1,67 Millionen Menschen wurden 2015 deshalb stationär aufgenommen, weist der aktuelle Herzbericht aus. 2014 waren es 1,66 Millionen, 2013 rund 1,59 Millionen. Bis zu 70 Prozent der Patienten können bei einigen Krankheitsbildern inzwischen mit der schonenden Schlüssellochmethode periert werden. Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind in Deutschland laut Herzbericht mit mehr als 350 000 Todesfällen im Jahr die häufigste Todesursache.

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