Kommunen in Sachsen können künftig in Eigenregie Präventionsgremien einrichten, einen gemeindlichen Vollzugsdienst aufbauen sowie Bürgerversammlungen oder Wohnquartiergespräche organisieren. Auch die Ausrichtung lokaler Sicherheitskonferenzen mit Vereinen, Verbänden, Schulen und Kirchen ist denkbar. Das sind erste Ergebnisse der Auftaktveranstaltung für ein neues Bündnis „Allianz Sichere Sächsische Kommunen“ (Asskomm) am Mittwoch in Chemnitz. Darüber informierte das sächsische Innenministerium in einer Mitteilung.

Neben der finanziellen Hilfe für den Aufbau solcher lokaler Präventionsgremien und -strukturen bietet der Freistaat laut Mitteilung auch die aktive Mitwirkung staatlicher Akteure an. So seien der Landespräventionsrat, die Polizei und andere Landesbehörden an Aus- und Fortbildungsprogrammen im Bereich Kommunalprävention beteiligt.

Für die kommunale Prävention willl Sachsen den Kommunen nach Informationen des Ministeriums über eine neue Förderrichtlinie in diesem und dem nächsten Jahr insgesamt 2,6 Millionen Euro zur Verfügung stellen.

Sachsens Innenminister Roland Wöller betonte in Chemnitz laut Mitteilung: „Kommunen sind die Seismografen der Gesellschaft. In einer Kommune werden Menschen sozialisiert, hier entstehen Probleme aber auch Lösungen.“

Ziel der Präventionsvorhaben im Freistaat ist es auch, städtische Räume so zu gestalten, dass Kriminalität von Vornherein keine Chance hat. An der Technischen Universität Chemnitz soll zudem ein neuer Studiengang „Präventionsmanagement“ angeboten werden, heißt es in der Mitteilung weiter. Absolventen sollen künftig für die Projektarbeit in der kommunalen Prävention eingesetzt werden.

Weitere Informationen zur „ASSKomm“ unter: www.asskomm.de