Unter Tausenden Mitbewerbern wurde er als Gegner der Nationalmannschaft für ein Freundschaftsspiel im Vorfeld der Fußballweltmeisterschaft ausgelost. Jetzt verbessern sich auch die Trainings- und Wettkampfbedingungen der Kicker.
Das Werner-Seelenbinder-Stadion bekommt ein neues Sozialgebäude, einen vergrößerten Turnierplatz sowie Tribünen für insgesamt 2000 Zuschauer. Jetzt wurde Richtfest für den Neubau gefeiert, den auch Schulsportgruppen und andere Vereine nutzen werden. Die Mittel für das Zwei-Millionen-Euro-Projekt stammen zu 75 Prozent aus dem Urban-II-Projekt der Europäischen Union, das bis 2008 die Infrastruktur und städtebauliche Entwicklung von Städten und Gemeinden fördert.
Als kleinste von zwölf deutschen Städten in dem EU-Förderprogramm kann der 22 000-Einwohner-Ort insgesamt 15 Millionen Euro verbauen. 50 Projekte wurden seit 2001 angeschoben. "Mit dem Jahresende werden etwa 80 Prozent davon abgeschlossen sein", sagt der Leiter der Urban-Stabsstelle, Christian von Faber. An drei Vorzeigeprojekten geht die Arbeit auch 2007 weiter. Neben dem Stadion, das im Sommer nächsten Jahres fertig sein soll, laufen derzeit am Gewerbehof an der Beelitzer Straße sowie am Bahnhofsgebäude die Planungs- und Bauarbeiten auf Hochtouren. Mit der für Ende 2007 geplanten Fertigstellung des Gewerbehofs hofft die Stadt auf die Lösung eines großen Problems. "Luckenwalde ist von industriellen Brachflächen durchzogen, was nicht nur den städtebaulichen Eindruck trübt, sondern vor allem die Ansiedelung von Gewerbe in den vergangenen Jahren extrem erschwert hat", sagt Faber. 8000 Arbeitsplätze gingen nach der Wende verloren, die Arbeitslosenquote liegt in Luckenwalde bei 20 Prozent.
Die Innenstadt soll durch die Umgestaltung des Bahnhofsgebäudes als Urban-Projekt im soziokulturellen Bereich eine Aufwertung erfahren. Geplant ist, dass im Frühjahr 2008 die Stadtbibliothek mit ihren etwa 45 000 Medien dorthin umzieht. Ein Teil der Bausumme von über drei Millionen Euro soll in einen Anbau für eine Jugendbibliothek investiert werden.