Die Feuerwehr hatte den gesamten Tag damit verbracht, der Ursache auf den Grund zu gehen und die Zufuhr der schwarzen Suppe in den Fluss zu stoppen. "Wir haben entdeckt, dass ein Verbindungsrohr, welches zu einer Klärgrube führt, beschädigt war", berichtet der Gemeindewehrleiter Udo Micksch gegenüber der RUNDSCHAU. Er war als Einsatzleiter der Feuerwehr vor Ort. In der Nähe befindet sich die Spreemühle Pappen- und Kartonagenfabrik. Micksch habe sich von dem Unternehmen erklären lassen, dass es sich bei der Flüssigkeit um Rückstände von Druckerschwärze handelt. Die sammelt das Unternehmen in einer Klärgrube. Wer für das Leck verantwortlich ist, müssen jetzt die Ermittler feststellen.

Inzwischen hat die Feuerwehr gut 19 Kubikmeter aus der Klärgrube abgelassen, sodass die schwarze Brühe nicht weiter in die Spree gelangen kann. "Unseren Einsatzkräften haben schon nach kurzer Zeit über Übelkeitserscheinungen geklagt", berichtet Udo Micksch. Zudem habe es Hautreizungen gegeben, als die Einsatzkräfte beim Versuch, den Durchlass abzudichten und die Spree zu reinigen, mit der Flüssigkeit in Kontakt gekommen sind. Vier Retter sind daher in ein Krankenhaus gebracht worden.

Am gestrigen Sonntag habe laut Polizei das zuständige Landesumweltamt Proben genommen, die gegenwärtig noch untersucht werden. Mit einem Ergebnis könne im Laufe der nächsten Tage gerechnet werden. Unterdessen ist noch völlig offen, ob das Wasser der Spree Schäden durch die Flüssigkeit genommen hat. Laut Polizei gehe jedoch eine Gesundheitsgefahr für Menschen von der Brühe aus. Kriminalpolizei und Umweltamt haben ihre Ermittlungen aufgenommen.