Der im Jahr 2007 gegründete Förderverein Lausitz will die Region Lausitz zwischen Spreewald und Zittauer Gebirge, Neiße und Elbe weiter vernetzen. Das ist das Ergebnis der ersten Lausitz-Werkstatt, die am Donnerstag in der Energiefabrik Knappenrode nahe Hoyerswerda (Kreis Bautzen) stattgefunden hat. "Der Förderverein will Moderator und Triebfeder für die Imagebildung der Lausitz sein", sagte der stellvertretende Vereinsvorsitzende Prof. Holm Große, der als Geschäftsführer der Marketinggesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien (MGO) die touristische und wirtschaftliche Entwicklung der Oberlausitz mitsteuert.

In drei Werkstatt-Gruppen hatten sich die knapp 50 Gäste aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Tourismus mit den Themen Wirtschaft und Wissenschaft, mit Tourismus sowie mit der Imagebildung für die Lausitz beschäftigt.

Die Ergebnisse ähnelten einander zum Teil sehr. Ein Ziel ist, dass die Lausitz sich zunächst selbst als eine Region begreifen muss. Bislang gebe es noch eine sehr starke Trennung zwischen Ober- und Niederlausitz, also zwischen Sachsen und Brandenburg. Diese Hürden will der Förderverein Lausitz überwinden, indem er die Akteure weiter vernetzen will - touristisch wie wirtschaftlich. So haben der Förderverein und die in Cottbus und Hoyerswerda ansässige Wirtschaftsinitiative Lausitz (WiL) eine stärkere Zusammenarbeit vereinbart.

Holm Große sagte, die Lausitz habe die Möglichkeit, sich zwischen den Metropolen Berlin, Dresden, Prag und Breslau als starke Region einzuordnen. Eine Stärke der Region sei ihre Vielfalt, so Dr. Wolfram Leunert, der 1. Beigeordnete des Bautzener Landrats. Unter einer Dachmarke Lausitz müssten Teilregionen wie der Spreewald, das Lausitzer Seenland und die Oberlausitz stark genug sein, um das Dach auch zu tragen.

Eine weitere Idee ist die Ausweitung der Aktion "Freunde der Lausitz". Dabei erklären sich Firmen, Vereine und Privatpersonen bereit, als Botschafter der Region zu fungieren und sie offensiv nach außen zu vertreten. Unter anderen gehört Fußball-Zweitligist Energie Cottbus zu den Freunden, ebenso wie der frühere IBA-Geschäftsführer Prof. Rolf Kuhn.

Im kommenden Frühjahr soll es eine nächste Lausitz-Werkstatt geben, um die Ansätze der Premiere zu vertiefen, so Holm Große. Er sehe gute Chancen, die Lausitz über Ländergrenzen hinaus zu entwickeln. Vereinsvorsitzender ist der frühere Landrat Holger Bartsch aus Lübbenau (Oberspreewald-Lausitz). Der Verein hat rund 60 Mitglieder.

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