In der Hauptstadt Kathmandu erschoss die Polizei drei Kundgebungsteilnehmer, als sie in die unbewaffnete Menge feuerte. Über 100 Menschen seien verletzt worden, berichtete der unabhängige Fernsehsender Kantipur TV.
Das oppositionelle Sieben-Parteien-Bündnis SPA hatte trotz eines Ausgehverbots zu einer Großkundgebung in Kathmandu aufgerufen. Bewaffnete Polizeiverbände mit Schießbefehl zogen an den Zufahrtsstraßen auf. Trotzdem versammelten sich tausende Demonstranten. Allein in der nordöstlichen Vorstadt Chabahil erschienen 20 000 Menschen, wie der Fernsehsender Image Channel berichtete.
Proteste wurden auch aus anderen Städten gemeldet. Immer wieder sei die Polizei mit Tränengas und Schlagstöcken gegen die Demonstranten vorgegangen, berichteten Augenzeugen. (dpa/ab)