Nach einem Verbot der Märsche auf den Friedhof war es zunächst still geworden. Zehn Jahre später entdeckte die Neonaziszene den Friedhof erneut für sich.

2004 zogen 1300 Rechtsextremisten durch Halbe. Rund eintausend Gegendemonstranten wurden von der Polizei auf Distanz gehalten. Danach wuchs der zivile Widerstand gegen den braunen Spuk.

2005 blockierten 2000 Gegendemonstranten spontan eine Kreuzung und verhinderten damit, dass 1600 Neonazis am Vortag des Volkstrauertages zum Friedhof vordringen konnten. 2006 fand in Halbe ein „Fest der Demokratie“ statt. Die Neonazis mussten deshalb mit ihrem „Heldengedenken“ nach Seelow ausweichen. Die Brandenburger Landespolitik erließ im Oktober 2006 ein Gedenkstättengesetz, das eine Bannmeile um den Friedhof legt.

2007 zeigte das Gesetz Wirkung. Weil sie den Friedhof nicht mehr zu Gesicht bekommen können, fanden sich nur noch wenige Rechtsrextremisten in Halbe ein. Die Aufmärsche reißen ab.

Tradition bleibt das Bürgerfest der Gemeinde Schenkenländchen. Auch heute begeht sie in Halbe mit Vereinen einen „Tag der Demokratie“.