Das Polizeipräsidium Frankfurt (Oder) bestätigte eine entsprechende Anmeldung.
Die Straße zum Waldfriedhof Halbe wurde den Veranstaltern des „Tages der Demokraten“ zugesprochen. Die Extremisten wollen versuchen, diese Festlegung durch das Oberverwaltungsgericht oder das Bundesverfassungsgericht zu kippen.
In Seelow kommt die Anmeldung der Neonazis in Konflikt mit der Feierstunde des Landesverbandes Brandenburg des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge zum Volkstrauertag. Weil die bis etwa vierzehn Uhr dauere, sei eine Genehmigung des Rechtsextremistenmarsches nur mit zeitlichen Einschränkungen denkbar, sagte der Polizeipräsident von Frankfurt (Oder), Klaus Kandt.
Im April 1945 wurde mit der letzten sowjetischen Großoffensive an den Seelower Höhen der Durchbruch der Roten Armee nach Berlin und damit das Kriegsende herbeigeführt. Der Ort ist geprägt von einem Denkmal und Friedhof für die gefallenen Rotarmisten und einer Gedenkstätte. Er hat deshalb für Rechtsextremisten nicht den Symbolcharakter wie Halbe.
Unterdessen ist gestern bekannt geworden, dass Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) nicht am "Tag der Demokraten" teilnehmen kann. Es sei nicht möglich gewesen, eine lange geplante Auslandsreise zu verkürzen, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin. (Eig. Ber./sim)