Illegaler Müll wurde abgelagert, aus Unkenntnis Wegegebote missachtet oder ungenehmigt Grün- in Ackerland umgewandelt. Im Vorjahr wurden rund 1000 Fälle gemeldet. 1997 waren es noch mehr als 6000.

"Die Naturwacht ist das Markenzeichen von Brandenburgs Nationaler Naturlandschaft", sagte Tack. Knapp 100 Mitarbeiter der Naturwacht in den 15 Großschutzgebieten seien im Einsatz, kümmerten sich auch um den Naturtourismus und bieten Veranstaltungen an. Rund 100 000 Besucher lernten im vergangenen Jahr die heimische Fauna und Flora kennen. Unterstützt werden die Ranger von knapp 300 ehrenamtlichen Helfern, die rund 12 000 Arbeitsstunden leisteten.

Die Ranger erfassen Umwelt-Daten und beobachten den Lebensraum der Tiere und Pflanzen und beteiligen sich an überregionalen Monitoringprogrammen.

Der Leiter der Naturwacht Brandenburg, Manfred Lütkepohl, betonte, der Verlust der Vielfalt der Fauna und Flora konnte gestoppt werden. Großtrappen, Rebhühner, Kraniche, Seeadler und Fischadler würden sich wieder heimisch fühlen. Jedoch gebe es noch viele Arten, die in Gefahr seien. "Wir können nur hoffen, dass es für die nicht zu spät ist", sagte er. Große Hoffnungen werden auf Kinder und Jugendliche gesetzt. Projekttage an Schulen werden angeboten. Außerdem gibt es im Land bereits 31 Junior-Rangergruppen.