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Nato will sich gegen aggressive Handlungen Russlands stellen

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg spricht am 11.05.2017 in Berlin
Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg spricht am 11.05.2017 in Berlin FOTO: Soeren Stache (dpa)
Brüssel. Das Verhältnis zwischen Russland und der Nato bleibt gespannt. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg erklärte am Donnerstag in Brüssel, warum das Bündnis Truppen in Osteuropa stationiert. dpa/bob

Trotz eines verstärkten Kampfs gegen den islamistischen Terror und Diskussionen über Verteidigungsausgaben wird Russland für die Nato nicht aus dem Blickfeld rücken. "Russland ist immer auf der Agenda der Nato", sagte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Donnerstag vor dem Spitzentreffen der Staats- und Regierungschefs der Nato-Länder in Brüssel. "Einer der Gründe, warum wir mehr investieren in die gemeinsame Verteidigung, warum wir unsere Präsenz im Osten des Bündnis stärken, ist natürlich eine Antwort auf die aggressiven Handlungen Russlands, die wir in der Ukraine gesehen haben." Beschlüsse zu Russland stehen nicht auf der Tagesordnung des Nato-Gipfels.

Die Nato hat Tausende Soldaten an ihrer Ostflanke stationiert. Vor allem osteuropäische Bündnispartner fühlen sich bedroht, seit sich Russland 2014 die ukrainische Halbinsel Krim einverleibt hat. Die USA haben etwa im Januar eine komplette Panzerbrigade nach Polen und in die anderen Natostaaten im Osten verlegt. gemeinsam mit den westeuropäischen Staaten wurden zudem Eingreiftruppen ins Baltikum verlegt, jeweils 1000 Soldaten pro Land.

Die Nato-Partner hatten unmittelbar vor dem Gipfeltreffen beschlossen, sich wie von US-Präsident Donald Trump gewünscht geschlossen gegen den internationalen Terrorismus zu engagieren. Ebenfalls beschlossen wurde ein Konzept zur Verbesserung der Lastenteilung innerhalb des Bündnisses.