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Nato schickt Beobachter zu russischem Manöver

Brüssel. Die Nato wird Beobachter zu dem umstrittenen Großmanöver der russischen und weißrussischen Streitkräfte schicken. Nach einer Prüfung der Einladung aus Moskau habe man entschieden, einen Experten zum Besuchertag in Russland zu entsenden, sagte Bündnissprecherin Oana Lungescu am Mittwoch. dpa/pb

Insgesamt zwei Experten sollten zu dem Besuchertag in Weißrussland reisen.

Die Nato äußerte erneut Zweifel an den russischen Angaben zu dem Manöver mit dem Namen Sapad (Westen). Ihnen zufolge werden an der am 14. September beginnenden Übung lediglich 12 700 Soldaten teilnehmen. Die Zahl liegt damit unter der Schwelle, ab der nach OSZE-Regeln eine umfassende ausländische Beobachtung zugelassen werden muss. Vor allem Polen, Litauen, Lettland und Estland sehen die Großübung als Drohgebärde.