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Nato kommt Trump entgegen

Brüssel. Zum Besuch Donald Trumps beim Nato-Gipfel kommt das Bündnis den Forderungen des US-Präsidenten deutlich entgegen. Wie Generalsekretär Jens Stoltenberg am Donnerstag bestätigte, tritt die Nato der internationalen Allianz gegen die Terrormiliz IS ("Islamischer Staat") bei. dpa/skl

Zudem verpflichten sich die Nato-Staaten, Pläne vorzulegen, wie sie ihre Verteidigungsausgaben erhöhen wollen. Mit beiden Beschlüssen kommt das Bündnis wesentlichen Forderungen der US-Regierung nach.

Der Beitritt zur Anti-IS-Koalition ist nach Darstellung von Stoltenberg mehr als nur ein symbolischer Schritt. Das Bündnis werde nun als Koordinationsplattform für den Kampf gegen das Terrornetzwerk dienen können, sagte der Norweger. Zudem werde die Allianz den Einsatz seiner Awacs-Flugzeuge zur Luftraumbeobachtung ausweiten und die Stelle eines Anti-Terror-Koordinators schaffen. Auch solle der Austausch von Geheimdienstinformationen ausgebaut werden.

Stoltenberg bezeichnete den Beitritt als politisches Signal der Geschlossenheit. Er bestätigte diesen offiziell, nachdem die Mitgliedstaaten am Vortag die Entscheidung getroffen hatten. Die einzelnen Nato-Staaten engagieren sich bereits gegen den Terror. Nur eine direkte Nato-Beteiligung an Kampfeinsätzen soll vorerst ausgeschlossen bleiben.

Unterdessen hat US-Präsident Donald Trump die anderen Nato-Länder erneut eindringlich aufgefordert, ihre Verteidigungsausgaben zu erhöhen. Viele der Verbündeten kämen ihren finanziellen Pflichten immer noch nicht nach, sagte Trump am Donnerstag bei seinem ersten Treffen mit Spitzenvertretern der Nato.

Meinung & Kommentar Seite 8