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| 01:39 Uhr

Nato hatte angeblich verschollene „Arctic Sea“ immer im Visier

Moskau/Hamburg. Der unter mysteriösen Umständen entführte Frachter „Arctic Sea“ war entgegen offiziellen Verlautbarungen nie wirklich verschollen. Die Nato wusste nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ immer, wo sich der finnische Frachter befand. dpa/das

Man habe seinen Weg durch den Ärmelkanal, durch die Biskaya und vor der portugiesischen Küste stets verfolgt, hieß es demnach in Nato-Kreisen. Die russische Regierung habe jedoch von Anfang an darauf bestanden, das Problem selbst zu lösen. Deshalb habe sich die Nato bewusst rausgehalten. Sonst hätte es mächtige Verwicklungen gegeben, hieß es.Die Nato hatte offiziell erklärt, Russland bei der Suche nach dem Schiff unterstützt zu haben. Auch der russische Nato-Botschafter Dmitri Rogosin hatte darüber informiert, dass Moskau von dem Bündnis mit Daten versorgt worden sei. Der russische Diplomat schildert im Nachrichtenmagazin "Der Spiegel", dass er Nato-Chef Anders Fogh Rasmussen am 11. August über die Suche informiert habe, am nächsten Tag habe Russland von dem Bündnis die Koordinaten erhalten. Dann seien die Daten täglich präzisiert worden.Auch die EU-Kommission hatte mitgeteilt, sich an Absprachen mit Russland zu halten. "Wenn wir nichts gesagt haben, dann heißt das nicht, dass wir nichts wussten", so EU-Kommissionssprecher Martin Selmayr in der russischen Regierungszeitung "Rossijskaja Gaseta". dpa/das