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Nächste Pleite beim Pannen-BER

Berlin. Hat Flughafen-Chef Karsten Mühlenfeld schon monatelang gewusst, dass der BER im Jahr 2017 gar nicht eröffnet werden kann? Details sprechen dafür, der Chef der Flughafengesellschaft indes lässt dementieren. dpa/skl

Der Chef der Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg (FBB), Karsten Mühlenfeld, hat den Vorwurf zurückgewiesen, wonach er mit Blick auf die Eröffnung des Hauptstadtflughafens BER bewusst behördliche Fristen verstreichen ließ. "Im Gegenteil: Unter seiner Verantwortung wurden in den letzten zwei Jahren Fehler der Vergangenheit am BER korrigiert, das Projekt insgesamt vorangebracht und der regelmäßige Austausch mit relevanten Projektbeteiligten sichergestellt", teilte FBB-Sprecher Lars Wagner am Sonntag mit.

"Dazu gehören in allererster Linie die zuständigen Behörden wie das Bauordnungsamt und die Deutsche Flugsicherung (DFS), aber auch die Fluglinien als Kunden der Flughafengesellschaft", heißt es weiter in der schriftlichen Stellungnahme.

Zuvor hatte die "Bild am Sonntag" berichtet, dass Mühlenfeld möglicherweise schon seit mehreren Monaten wusste, dass eine Eröffnung des Airports 2017 nicht mehr möglich ist. Das Blatt verweist auf die Deutsche Flugsicherung, die bei der Bekanntgabe eines Eröffnungsdatums "zwingend an einer Mindestvorlaufzeit von 13 Monaten" festhalte.

Dazu bemerkte Flughafen-Sprecher Wagner: "Bei der Bestimmung eines Eröffnungstermins werden die Anforderungen aller Projektbeteiligten abgewogen. Auch und insbesondere mit der DFS stehen wir in regelmäßigem Austausch zum jeweils aktuellem Sachstand." Für die verschobene Eröffnung sei "der neue Sachstand aus dem Baubereich" ausschlaggebend. Darüber habe Mühlenfeld unverzüglich erst die Anteilseigner und dann die Öffentlichkeit informiert. Länder Seite 4