Längst hat das Lobbygeschwurbel groteske Größenordnungen angenommen. Wahrscheinlich kommt auf jeden Volksvertreter gleich ein ganzer Schwarm von Interessenträgern. Mehr Transparenz muss her und deshalb soll in Brandenburg ein Lobbyregister entstehen. Lobbyisten sollen die Hosen runterlassen, sich offiziell zu erkennen geben. Das fordert CDU-Oppositionsführerin Saskia Ludwig. Ein solches Register sei ein Muss, sagt sie, es sei „notwendig offenzulegen, wer welche Interessen vertritt“. Wohl wahr – vor allem dann, wenn es eine verdächtige Nähe von Volksvertretern zu Lobbyinteressen aufscheint. CDU-Politiker Christian Ehler und SPD-Mann Norbert Glante sitzen für Brandenburg im Europaparlament. Ihr Wirken für das GESA-Netzwerk, das sich um die Belange der Sicherheitswirtschaft kümmert, ist unbeachtet.

PS: Ein Lobbyregister ist wichtig. Aber nur, wenn dort auch Parlamentarier auftauchen. Sonst bleiben Transparenz und Offenlegung auf der Strecke.