Eine Störung im Bereich der Klimatechnik hat bis zum Dienstag dieser Woche das Rechenzentrum der BTU Cottbus-Senftenberg lahmgelegt. So konnten Mails weder verschickt noch gelesen werden, auch Prüfungsanmeldungen übers Internet waren nicht möglich.

Der Grund: Zum ersten Mal seit Inbetriebnahme des 21 Millionen Euro teuren Rechenzentrums waren die Außentemperaturen unter Null Grad gesunken. Eigentlich sollte die moderne Klimatechnik des Baus diese Kälte zur Kühlung der Rechnersysteme nutzen. Dieser Temperaturausgleich funktionierte allerdings nicht. Daher wurde, so die BTU, "im Rahmen einer sorgfältigen Risiko- und Folgenabschätzung" das Rechenzentrum kontrolliert heruntergefahren. Dieser Schritt sei notwendig gewesen, um bei einem erneuten Störfall mögliche Schäden an der Rechentechnik in Millionenhöhe abzuwenden.

Für den Chef des Rechenzentrums, Prof. Claus Lewerentz, war es in der Folge wichtig, dass die Server innerhalb von 72 Stunden wieder in Betrieb und ans Netz gehen. Ansonsten vergesse das System, und es hätten Hunderte, ja Tausende E-Mails verloren gehen können, so Lewerentz. Auch laufe die Datensicherung in dem Falle ins Leere.

Ende September 2014 waren das BTU-Rechenzentrum mit dem größten Teil seiner Servertechnik und das Institut für Informatik in das neue Gebäude eingezogen. Der Umzug hatte sich verzögert, weil es zwischen BTU und dem verantwortlichen Landesbetrieb Unstimmigkeiten über mögliche Planungsfehler der elektrotechnischen Anlagen gegeben hatte.