Das umstrittene Gemälde mit der nackt dargestellten Dresdner Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) darf wieder gezeigt werden. Das Oberlandesgericht Dresden hob am Freitag ein anderslautendes Urteil des Dresdner Landgerichts vom 3. Dezember auf. Das Gemälde der Künstlerin Erika Lust zeigt Orosz nur mit Strapsen bekleidet vor der umstrittenen Waldschlösschenbrücke im Ex-Unesco-Welterbe Dresdner Elbtal.

Das Oberlandesgericht entschied, dass es sich bei dem Gemälde um ein Bildnis aus dem Bereich der Zeitgeschichte handelt. Aus Sicht der Richter hat das Persönlichkeitsrecht der Oberbürgermeisterin hinter der Meinungs- und Kunstfreiheit der Künstlerin zurückzutreten. Gegen das Urteil ist kein Rechtsmittel mehr möglich.

Ex-Pfarrer kann Namen von Stasi-IM nennen

Jetzt ist es amtlich: Der frühere Zwickauer Dompfarrer und Ausstellungsmacher Edmund Käbisch darf den Klarnamen des einstigen Stasi-IM „Schubert“ öffentlich machen. Eine Ende März getroffene Entscheidung des Landgerichtes Zwickau dazu sei jetzt rechtskräftig, teilte ein Gerichtssprecher am Freitag mit. Gegen das Urteil sei kein Einspruch eingelegt worden. Der Fall hatte vor zwei Jahren für Aufsehen gesorgt. Damals hatte sich der frühere Stasi-Mitarbeiter gegen die Nennung seines Klarnamens in der Wanderausstellung „Christliches Handeln in der DDR“ gewehrt und zunächst recht bekommen. Die Ausstellung ist ab Mai wieder zu sehen.

Sachsen weiter auf Suche nach Investoren am Golf

Sachsen knüpft weiter enge Bande zu Staaten am Golf. Staatskanzleichef Johannes Beermann (CDU) sieht nach einem neuerlichen Besuch der Region weitere „lukrative Aufträge“ für sächsische Firmen. Am Freitag berichtet er über Interesse in Katar an einer Technologie zur Wasserreinigung der Leipziger Busse GmbH. „Fische züchten in der Wüste, ohne die knappen Ressourcen an Wasser anzuzapfen?“, fragte die Staatskanzlei in einer Pressemitteilung und bejahte die Vision. Denn die Technologie soll Fischzucht auch in wasserarmen Regionen ermöglichen. In den Vereinigten Arabischen Emiraten vereinbarte Beermann eine Kooperation zwischen Medien. dpa/mb