"Die Kehrseite dieser Erfolgsgeschichte ist, dass der Holzmarkt sehr umkämpft ist und der Rohstoff Holz aus dem Landeswald für Neuinvestitionen kaum noch zur Verfügung steht", schrieb Forstminister Dietmar Woidke (SPD) in einer Antwort auf eine Parlamentarische Anfrage.
In Brandenburg hält demnach die Holzindustrie einen Anteil von sieben Prozent an der gewerblichen Wirtschaft. Jährlich werden etwa ein bis 1,4 Millionen Festmeter Rohholz aus dem Landeswald verkauft. Die Holzindustrie gehöre zu den wenigen Industriebranchen, die in starkem Umfang in strukturschwachen, ländlich geprägte Regionen investieren und Arbeitsplätze schaffen, hieß es.
In Brandenburg verarbeiten demnach die Sägeindustrie etwa 1,7 Millionen Kubikmeter und die Holzwerkstoffindustrie etwa 3,6 Millionen Kubikmeter Waldholz. Weitere 0,5 Millionen Kubikmeter Holz werden in Großanlagen in Strom oder Wärme umgewandelt. In etwa einer Viertelmillion privater Öfen und Heizanlagen werden etwa 500 000 Kubikmeter Holz verheizt.
Mehr als die Hälfte des gesamten Holzvorrats in Brandenburg steht im Privat- und Körperschaftswald. Knapp ein Drittel wächst im Landeswald (27 Prozent/1 092 782 Hektar). Weitere sieben Prozent sind Bundeswald. Etwas über sechs Prozent gehören Körperschaften. Die Städte Fürstenwalde, Wittstock, Templin und Brandenburg sind Eigner der größten Kommunalwaldflächen. Zudem liegen 11 000 Hektar Waldfläche des Landes Berlin auf dem Territorium Brandenburgs. Rund 54 Prozent der Waldfläche Brandenburgs sind in der Hand von rund 95 000 privaten Eigentümern. (dpa/mb)