Das hat in den vergangenen fünf Jahren deutlich zugenommen", sagte der Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Günter Morsch. Auch Angehörige von Opfern besuchten vermehrt die Gedenkstätten. "Das Bedürfnis, mit uns ins Gespräch zu kommen, ist groß. Der Strom von Anfragen an die Archive reißt nicht ab." Das Interesse an der Thematik sei weltweit ungebrochen. Dies verdeutlichten Gespräche mit Teilnehmern der internationalen Workcamps, die es regelmäßig in Sachsenhausen oder Ravensbrück gibt. "Die meisten dieser jungen Menschen sind Weltenbummler, die eher zufällig bei uns landen, weil sie die Reise mit etwas Sinnvollem verbinden wollen", schilderte er. Nahezu alle von ihnen sprächen sich für den Erhalt der Gedenkstätten aus. "Es ist das Bewusstsein da, dass es sich nicht um eine befristete Erinnerung handelt", meinte Morsch. Die Darstellung von Holocaust und NS-Terror müsse auch ohne Zeitzeugen möglich sein.