Dazu wird auch der innenpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Sven Petke, erwartet.
Der Mord habe viele Menschen in der Stadt erschüttert, sagte Koeppen gestern in einer Mitteilung. Durch Tatverdächtige aus der rechten Szene sind seit Juli ein 55-Jähriger ermordet und ein 16-Jähriger schwer misshandelt worden. Drei Männer sitzen in Untersuchungshaft. Für einen Schlagabtausch zwischen Behörden und der Stadtverwaltung sorgten nach den Taten Äußerungen von Bürgermeister Ulrich Schoeneich (parteilos).
Zunächst wollte der Bürgermeister nichts von einer rechten Szene in der Stadt wissen. Dann teilte er mit, die Stadt fühle sich von Polizei, Staatsanwaltschaft, Verfassungsschutz über das Ausmaß rechtsextremer Straftaten im Unklaren gelassen (die RUNDSCHAU berichtete). Er kritisierte auch den Brandenburger Innenminister Jörg Schönbohm (CDU). Das Ministerium und die Polizei in der Uckermark wiesen die Vorwürfe zurück.
Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) sagte dem "Oranienburger Generalanzeiger": "Wir sollten uns vor weiteren öffentlichen Schuldzuweisungen hüten." Die Situation müsse miteinander in Gesprächen analysiert werden, die es geben werde. Dies sei ein richtiges Zeichen, wie auch das Benefizkonzert, das in Templin vorbereitet werde. Es soll in Gedenken an das Mordopfer am 23. August veranstaltet werden. Inzwischen unterstützt die Kommune die Initiative eines Angehörigen des Opfers.
Zu den Vorwürfen aus dem Rathaus teilte die Polizeischutzbereich Uckermark mit, die Polizei in Templin informiere das städtische Ordnungsamt monatlich in Sicherheitsberatungen über das Verkehrsgeschehen und die Entwicklung der Kriminalität. Am Mittwoch hätten Vertreter von Polizei, Verfassungsschutz, Landeskriminalamt und Innenministerium weitere Schritte beraten, um rechtsmotivierte Straftaten zu bekämpfen.
(dpa/mb)