Sieben Wölfe hat das Land Brandenburg nach der Wolfsverordnung bislang in diesem Jahr töten lassen. Das bestätigte Andreas Piela vom Fachbereich Artenschutz des Umweltministeriums der Deutschen Presse-Agentur. In zwei Fällen fielen Wölfe durch ihr problematisches Verhalten auf und befanden sich zudem in einem unmittelbaren Siedlungsbereich. Darüber hatte zuvor der RBB berichtet.

Zudem wurden fünf verletzte Tiere gemäß Paragraph 9 der Wolfsverordnung getötet. Drei von ihnen waren zuvor durch Autos schwer verletzt worden, zwei durch illegalen Beschuss.

Nur unter Aussicht eines Tierarztes

„Wir haben in der Brandenburger Wolfsverordnung die Möglichkeit geschaffen, im Straßenverkehr verletzte Wölfe oder auch welche mit massivem Krankheitsbefall rechtmäßig zu entnehmen“, sagte Piela. Die Verordnung sehe in diesen Fällen vor, dass Tiere, die nicht oder nur unter nicht behebbaren erheblichen Leiden oder Schmerzen weiterleben könnten, von einem Tierarzt oder unter Aufsicht eines Tierarztes getötet werden können. Die Brandenburger Wolfsverordnung gilt seit Ende Januar 2018.

Derzeit leben nach Angaben des Landesamtes für Umwelt (LFU) in Brandenburg 37 Wolfsrudel. Seit 1990 seien 122 tote Wölfe gemeldet worden, mehr als 15 davon seien illegal geschossen worden. Die meisten starben im Straßenverkehr.

Wölfe in der Lausitz Beim Wolf wie Hund und Katz

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