„Die Grundaussage ist klar, wir wollen uns gegen rechts engagieren und für Demokratie einsetzen“, sagte Bürgermeister Ulrich Schoeneich (parteilos) gestern nach Gesprächen mit Abgeordneten und dem Mobilen Beratungsteam Angermünde (Uckermark). In einer Sitzung werden sich Abgeordnete damit befassen.

Mit Lehrern und Vertretern der Wirtschaft solle gesprochen werden. Auch nach der Kommunalwahl Ende September solle das Thema fortgeführt werden. „Wir bleiben nicht in einer Schockhaltung.“
Die Leiche des ermordeten Mannes war am 22. Juli entdeckt worden. Als Tatverdächtige wurden zwei Männer im Alter von 18 und 21 Jahren aus der rechten Szene verhaftet. Sie sitzen in Untersuchungshaft. Schoeneich geriet in die Kritik, weil er danach gesagt hatte, dass es in der Stadt keine rechte Szene gebe. Auch hielt er den Zeitpunkt für ein geplantes Benefizkonzert für verfrüht. Nun soll die Veranstaltung der Kampagne „Laut gegen Nazis“ und des Vereins „Opferperspektive“ Brandenburg am 23. August stattfinden. „Die Idee des Konzerts kam zu früh, wir waren nicht darauf vorbereitet“, betont Schoeneich. Er habe zunächst mit Abgeordneten darüber sprechen wollen. (dpa/mb)