Der S- und Regionalbahnverkehr in Berlin und Brandenburg läuft nach dem Ende des Lokführerstreiks wieder normal. Seit Betriebsbeginn habe es nur vereinzelt Ausfälle und Verspätungen gegeben, sagte ein Bahnsprecher. Die Situation sei besser als bei dem neunstündigen Streik vor einer Woche. Den Fernbahnverkehr bezeichnete die Deutsche Bahn trotz vereinzelter Ausfälle und Verspätungen als stabil.

Im Berliner S-Bahnverkehr kam es am Morgen zunächst zu längeren Taktzeiten. Das traf vor allem den S-Bahnring mit S41/2. Er war am Mittwoch vollständig lahmgelegt worden. Die Nord-Süd- und Ost-Westverbindungen wurden dagegen teilweise bereits von Betriebsbeginn an normal bedient. Lediglich die S45 fiel bis 09.00 Uhr vollständig aus.

Fahrgäste hatten es allerdings schwer, sich vorher auf die Verkehrslage einzustellen. Die elektronische Zugauskunft sei nicht in allen Fällen aktuell, hieß es. Die vielen Fahrplanänderungen konnten nicht gleichzeitig ins System eingepflegt werden.

Im Regionalbahnverkehr in Brandenburg half es, dass die Strecken weitgehend von liegen gebliebenen Zügen frei waren - die Bahn hatte dazu schon vor dem Streik einige Züge aus dem Plan genommen. So habe der Verkehr auch nahezu stabil begonnen, nur vereinzelt gab es in Brandenburg Verspätungen und Ausfälle.

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hatte ihre Mitglieder bundesweit zu einem 14-stündigen Streik aufgerufen. Die GDL verlangt fünf Prozent mehr Geld und zwei Stunden weniger Wochenarbeitszeit. Ein Ende des Tarifstreits ist nicht in Sicht. Ob weitere Streiks eventuell am Wochenende drohen, wollte die GDL nicht sagen.