Überall im Land finden in diesen Tagen Nominierungsversammlungen statt: In den Wahlkreisen werden die Direktkandidaten für die Landtagswahlen aufgestellt, oft mit Traumergebnissen von 90 bis 100 Prozent. Bei der CDU ist mittlerweile fast die komplette Landtagsfraktion in ihren Heimatwahlkreisen wieder aufgestellt - von der früheren Fraktionsvorsitzenden Saskia Ludwig über den Rechtspolitiker Danny Eichelbaum bis zum früheren Generalsekretär Sven Petke. Nur die ehemalige Ministerin Beate Blechinger hat angekündigt, dass sie nicht wieder antritt.

Ganz anders ist es bei der SPD: Hier sind bislang nur wenige Parlamentarier nominiert, etwa der frühere Ministerpräsident Matthias Platzeck oder der Parlamentarische Geschäftsführer Mike Bischoff. Ob Landtagspräsident Gunter Fritsch, der frühere Innenminister Alwin Ziel oder die seniorenpolitische Sprecherin Sieglinde Heppener noch einmal antreten, ist dagegen Gegenstand von Spekulation. "Wir rechnen damit, dass bis zum Februar alle Kandidaten aufgestellt sind", sagt Fraktionssprecher Matthias Beigel. Und auch den Linken stehen die Aufstellungsversammlungen noch bevor. Doch Axel Henschke, Kerstin Meier und Torsten Krause kündigten bereits an, 2014 nicht wieder anzutreten.

Bei den beiden kleinen Parteien FDP und Grünen dagegen wird alles auf die Aufstellung der Landeslisten ankommen: Da diese Parteien keine Chance auf den Gewinn eines Direktmandates haben, wird sich wohl erst in der heißen Phase vor den jeweiligen Delegiertenversammlungen im November beziehungsweise im März entscheiden, wer wirklich Chancen hat, im kommenden Jahr ins Potsdamer Schloss zu ziehen.