Nach dem Brand einer Sporthalle nahe einer Flüchtlingsunterkunft in Berlin-Reinickendorf war am Donnerstag die Brandursache noch unklar. Die Ermittler könnten das Areal derzeit nicht betreten und mit den Untersuchungen beginnen, sagte eine Sprecherin der Polizei. Die Halle, die von Flüchtlingskindern und Sportvereinen genutzt wurde, war vollständig ausgebrannt.

Gegenwärtig werden nach Polizeiangaben die Statik der Brandruine und die Schadstoffbelastung geprüft. Die Behörde hofft, im Laufe des Tages mit den Untersuchungen starten zu können.

Falls Brandstifter das Feuer gelegt haben sollten, würde der Staatsschutz ermitteln. Dieser ist für politisch motivierte Delikte zuständig. Auch ein technischer Defekt war als Brandursache nicht ausgeschlossen worden. Verletzt wurde durch die Flammen niemand.

Das Feuer war am Mittwochnachmittag in der 600 Quadratmeter großen Halle ausgebrochen. Bis zu 100 Feuerwehrleute hatten über Stunden damit zu tun, die Flammen zu löschen.

Auf dem Areal der einstigen Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik leben nicht weit von der Sporthalle entfernt rund 900 Flüchtlinge in vier Häusern.

Mehrere Senatoren und Abgeordnete waren am Mittwochabend zum Brandort geeilt, um sich einen Überblick über die Lage zu verschaffen.